"Hexenritt

 

Mitwirkende:

Maria Reiter
Wolf Euba
Heinrich Klug

Akkordeon
Sprecher
Violoncello

 



 

im

Tangoschritt"



 
Eine musikalisch-literarisch-
mephistophelische
Collage
Die Musik:

Je ein Satz des "Grand Tango" von Astor Piazolla (1921-1992) steht am Anfang, in der Mitte und am Schluß dieses Programms. Piazolla befreite den Tango aus den Fesseln der Tradition, indem er Elemente der klassischen Musik und des Jazz einbezog. "Le Grand Tango" ist Mstislav Rostropovich gewidmet.

Eugène Ionescos Hexeneinmaleins ist eingebettet in "Intoduktion und Allegro für Violoncello und Akkordeon" von 1939 des Ungarn Mátyás Seiber (1905- 1960). Seiber studierte bei Zoltan Kodaly; er war auch Cellist und verfaßte unter vielem anderen eine Akkordeonschule.

Eindrucksvolles Zwischenspiel in Heinrich Heines Walpurgisnacht ist das Allegro aus Dimitri Schostakowitschs (1906-1975) Sonate op. 40 (für Cello und Klavier, 1934). Schostakowitsch gilt als einer der größten Symphoniker seines Jahrhunderts, aber auch als Meister der kleinen Form.

Der bizarre "Tanz des blauen Rocks" von Rudi Spring (geb. 1962) stammt aus dessen "Musik zum Finsternishandel" (1999), einem Spiel der Puppet Players nach G.C.Lichtenberg. Die Werke des Komponisten und Pianisten Rudi Spring entstehen häufig aus der Zusammenarbeit mit Instrumental- und Vokalisten.

 


Die Texte:

"D. Faustus hat einen Teufel geschissen" ist ein lustiges kleinen Kapitel aus der "Historia von D. Johann Fausten, weitbeschreyten Zauberer und Schwarzkünstler" (1587)

Die Hexen im "Macbeth" des Meisters des absurden Theaters, Eugéne Ionesco (1909-1994), zischeln lateinisch: Kirchliche Formeln, Präpositionen und Konjunktionen in unsinnigem Durcheinander.

Die Hexenküchenszene aus dem "Faust" J. W. Goethes(1749-1832): Noch ist Faust ein alter Mann, aber ein kräftiger Schluck aus dem Hexenkessel wird ihn gleich spüren lassen,
"wie sich Cupido regt und hin und wieder springt".

Als "Abraxas" (komponiert von Werner Egk) ist Heinrich Heines (1797-1856) Tanzpoem "Der Doktor Faust" in unserer Zeit bekannt geworden. Natürlich gibt es auch hier einen Walpurgisnacht: grotesk, makaber, von düsterem Witz.

Das furiose Finale: Goethes "Walpurgisnacht".
Ein Jüngling ist jetzt der Doktor Faust, als er mit seinem teuflischen Begleiter den Brocken besteigt, um einen Hexensabbath nach allen Regeln von Goethes Sprachkunst zu erleben.



Süddeutsche Zeitung, 26.7.2000:

"Drei Meister ihres Fachs schafften das eigentlich Unmögliche - eine gelungene Synthese wahrhaft "teuflischer" Texte und schier himmlischer Musik. Zum Erstaunen und schließlich zur Begeisterung der Zuhörer geriet die musikalisch-literarische Collage aus "Faust"-Zitaten und argentinischen Tango-Klängen zu einem homogenen Gesamt- kunstwerk mit dem treffenden Namen "Hexenritt im Tangoschritt".

Den "Hexenritt" ließ Wolf Euba die Zuhörer anhand von Texten Goethes, Ionescos und Heines schier hautnah miterleben, in den Tangoschritt wurden die Besucher virtuos von Maria Reiter und Heinrich Klug eingestimmt."

 


trio

Maria Reiter begann mit vier Jahren Akkordeon zu spielen. Sie studierte bei Enrique Ugarte.
Ihre Virtuosität und die Vielseitigkeit ihres Instruments machen sie zur gesuchten Partnerin für Orchester und Kammermusikformationen.

Sie spielte und spielt u.a. mit
Michael Heltau, Krista Posch,
Rudi Spring und Konstantin Wecker.

 
Wolf Euba wuchs in München auf, studierte Englisch und Französisch, ging mit einem Fulbright-Stipendium in die USA. Nach einer Schauspielerausbildung arbeitet er bei Hörfunk und Fernsehen als Autor, Sprecher und Regisseur, spielt Theater, Kabarett. Bekannt ist er vor allem durch seine Lesungen literarischer Texte, bevorzugt in Verbindung mit Musik.

 

Termine:

momentan keine  

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eine Mail an: info@heinrich-klug.de