Von Kaffee-
Mitwirkende:

Maria Reiter
Wolf Euba
Heinrich Klug

Akkordeon
Sprecher
Violoncello

 



 

und anderen

Freudenhäusern



 
Texte von Karl Kraus, Peter Altenberg, Alfred Polgar, Friedrich Torberg, Franz Werfel, Joachim Ringelnatz u.a. Musik von Astor Piazzolla, Fritz Kreisler, Erik Satie u.a.



„Man ist nicht z’Haus und doch nicht an der frischen Luft“
Von Kaffee- und anderen Freudenhäusern


„Du hast Sorgen, sei es diese, sei es jene - - ins Kaffeehaus!
Sie kann, aus irgend einem, wenn auch noch so plausiblen Grunde, nicht zu dir kommen
- - ins Kaffeehaus!
Du hast zerrissene Stiefel - - Kaffeehaus!
Du hast 400 Kronen Gehalt und gibst 500 aus - - Kaffeehaus!
Du bist korrekt sparsam und gönnst Dir nichts - - Kaffeehaus!
Du bist Beamter und wärest gern Arzt geworden - - Kaffeehaus!
Du findest Keine, die Dir passt - - Kaffeehaus!
Du stehst innerlich vor dem Selbstmord - - - Kaffeehaus!
Du hasst und verachtest die Menschen und kannst sie dennoch nicht missen -- Kaffeehaus!
Man kreditiert Dir nirgends mehr - - Kaffeehaus!“



altenberg
Nützliche Empfehlungen des berühmten Wiener Kaffeehaus-Literaten Peter
Altenberg. Das Café, sei es in London,
Paris, Venedig, Istanbul, Wien oder sonst irgendwo auf der Welt - ein Ort der Inspiration und der Rekreation, der stillen Einkehr oder des heftigen Streit-
gesprächs, des flüsternden Liebesgeständ-
nisses oder der finsteren Intrige, der flirrenden Begegnung oder des Wartens auf ein Wunder: ein Freuden-Haus im schönsten Sinne des Wortes. Wolf Euba erzählt kleine Geschichten von Alfred Polgar, Kurt Tucholsky, Friedrich Torberg, Joseph Roth u.a., die von diesen zum Glück immer noch nicht ausgestorbenen Stätten des Vergnügens handeln. - Was andererseits Freudenhäuser als Orte der käuflichen Liebe anbelangt, so haben auch sie die Phantasie manchen Dichters angeregt. Gerne zeigt man etwa wie Franz Werfel oder Guy de Maupassant die erheiternde Kleinbürgeridylle, die sich hinter dem Schein der lockenden Verruchtheit verbirgt. -

Ob aber Klein- oder Großbürger: Jeder Mensch, den zur Unzeit ein gewisses Bedürfnis nach Erleichterung überkommt,
ist von Herzen froh, wenn er möglichst
rasch Zutritt zu einem bestimmten Ort erhält, der sich dann auch als ein wahres Freuden-Häusl erweisen kann. Mit kleinen Texten von Joachim Ringelnatz und Carl Zuckmayer soll auch diesem hilfreichen Zufluchtsort die gebührende Ehre er-
wiesen werden.
Ohne Musik aber wäre dieses Programm nur die halbe Freude. Wie schon bei „Hexenritt im Tangoschritt“ umranken, umrahmen, beflügeln und beschwingen die Texte zwei Virtuosen der besonderen Art: Maria Reiter, Akkordeon, und Heinrich Klug, Violoncello. Die berühmten „Kaffehauslieder“ von Erik Satie, die Tangos „Bordel“, „Café“ und „Nightclub“ von Astor Piazzolla, Wiener Melodien von Fritz Kreisler und viele andere unterhaltsame Stücke umranken dieses Programm.


 


 

trio

Maria Reiter begann mit vier Jahren Akkordeon zu spielen. Sie studierte bei Enrique Ugarte.
Ihre Virtuosität und die Vielseitigkeit ihres Instruments machen sie zur gesuchten Partnerin für Orchester und Kammermusikformationen.

Sie spielte und spielt u.a. mit
Michael Heltau, Krista Posch,
Rudi Spring und Konstantin Wecker.

 
Wolf Euba wuchs in München auf, studierte Englisch und Französisch, ging mit einem Fulbright-Stipendium in die USA. Nach einer Schauspielerausbildung arbeitet er bei Hörfunk und Fernsehen als Autor, Sprecher und Regisseur, spielt Theater, Kabarett. Bekannt ist er vor allem durch seine Lesungen literarischer Texte, bevorzugt in Verbindung mit Musik.

 

Termine:

29. Oktober 2012 Rosenheim

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eine Mail an: info@heinrich-klug.de