Hexenritt im Tangoschritt
Drei Meister ihres Faches schafften das eigentlich Unmögliche – eine gelungene Synthese wahrhaft "teuflischer" Texte und schier himmlischer Musik. Zum Erstaunen und schließlich zur Begeisterung der Zuhörer geriet die musikalisch – literarische Collage aus „Faust“-Zitaten und argentinischen Tangoklängen zu einem homogenen Gesamtkunstwerk mit dem treffenden Namen „Hexenritt im Tangoschritt“. Den „Hexenritt“ ließ der Schauspieler Wolf Euba die Zuhörer anhand von Texten Goethes, Ionescos und Heines schier hautnah miterleben, in den Tangoschritt wurden die Besucher virtuos von Maria Reiter und Heinrich Klug eingestimmt.
Süddeutsche Zeitung
Virtuosentrio der Extraklasse ... Die Akkordeonistin Maria Reiter, der Violoncellist Heinrich Klug und der Schauspieler Wolf Euba schweißten heterogene Elemente zu einem faszinierenden Ganzen zusammen. ... Schostakowitschs metallische Rhythmen brachte das Duo mit Bravour zur Geltung. ... Plastisch und farbig fabulierte Euba vom Hexenritt und dem schwarzen Bock bis zur Satansmesse.
Münchner Merkur
Wolf Euba fungierte als Hexenmeister des gesprochenen Wortes, ihm zur Seite standen Maria Reiter mit ihrem Akkordeon und der Münchner Philharmoniker Heinrich Klug auf dem Cello. ... Bis zum furiosen musikalischen und literarischen Finale in Goethes „Walpurgisnacht“ steigerte Euba sich von Text zu Text.
Süddeutsche Zeitung
Überzeugende Kostproben der ... delikat gewürzten und mit schmackigem Hautgout versehenen diabolischen Feinschmeckereien servierten, kredenzten im Traunsteiner Kunstraum Klosterkirche Wolf Euba (als Rezitator) und die fabelhaften Musiker Maria Reiter, Akkordeon, und Heinrich Klug, Cello.
Traunsteiner Tagblatt
Heinrich Klugs Cello und Maria Reiters Akkordeon stellten ihre Hexensabbat-Tauglichkeit aufs Feurigste unter Beweis. ... gekrönt von Goethes Hexenküchenszene, die das Trio Infernale Euba-Klug-Reiter scharf würzte, hochkochen ließ und heiß servierte.... Den Höhepunkt stellte die „Walpurgisnacht“ aus Goethes „Faust“ dar... Die Musik beschwört die Szenerie, die Sprache verleiht den Geisterwesen Körper, alles findet sich in einem grotesken Tanz. Euba zieht alle Register, ist Faust, Mephisto und sämtliche Hexen.
Süddeutsche Zeitung
Maria Reiter und Heinrich Klug boten große Emotionen mit einem erfrischenden Programm für Akkordeon und Violoncello ... Den krönenden Abschluss bildete die Interpretation des "Grand Tango“ von Astor Piazzolla, bei der die Musiker mit ihren Instrumenten zu verschmelzen schienen und dabei bewiesen, dass Cello und Akkordeon eine spannende und viel zu selten gehörte Verbindung eingehen können.
Süddeutsche Zeitung
Mit angenehmer Stimme und herrlicher schauspielerischer Interpretation ... wirkte Euba weniger wie ein Vorleser als wie ein packender, engagierter Erzähler. Euba lief hin und her, gestikulierte und trug Fantastisches überzeugend vor.
Süddeutsche Zeitung
Von Kaffee- und anderen Freudenhäusern
Als Wolf Euba im Dialog mit Heinrich Klug (Cello) und Maria Reiter (Akkordeon) zum Besuch in "Kaffee- und andere Freudenhäuser" einlud, sprengte das Zuschauerinteresse die Räumlichkeiten des kleinen Boschetto. Wieder einmal musste in den großen Saal ausgewichen werden. ... Es war ein wunderbares Geflecht aus Literatur und Musik, was Euba, Klug und Reiter präsentierten. Nun handelt es sich bei den dreien längst um ein eingespieltes Team, mehr noch: Da klingt jahrelange Freundschaft durch und die gemeinsame Freude an bestimmten Schriftstellern und Musikern.
Süddeutsche Zeitung, Starnberg
Drei Virtuosen lösen Begeisterungsstürme aus:....Mit Wolf Euba ... war ein Profi und Meister des Wortes am Werk. Mit Nonchalance, aber auch mit Eindringlichkeit und Nuancenreichtum las er Gedichte, Szenen und Romanauszüge und erzielte im Publikum manchen Heiterkeits- und Lacherfolg. Wahre Lachsalven rief die pointierte Lesung von Woody Allens "Wir aßen für Sie im Fabrizius" hervor. Passend musikalisch unterstützt waren die Texte von beschwingten Walzer- bis schwermütigen Tangoklängen, virtuos vorgetragen vom langjährigen Ersten Cellisten der Münchner Philharmoniker, Heinrich Klug, und der Konzert-Akkordeonistin Maria Reiter, deren sichtliche Freude am Spiel sich sofort auf das Publikum übertrug und zu Begeisterungsstürmen und Bravo-Rufen animierte.
Südkurier
Wenn Wolf Euba die Bühne betritt, wenn er Texte gestaltet - in diesem Fall Polgar, Torberg und Guy de Maupassant, ja sogar Werfel und einen wundervollen Woody Allen - so werden Kaffeehausliteraten zu Stückeschreibern und ihre amüsanten Geschichten zu Komödien, zu Ein-Mann-Stücken, die Euba mit einer unglaublichen Präsenz ausstattet. Die Blätter in der Hand ... wird er zum Mimen, energiegeladen, hintergründig, augenzwinkernd. ... Und dann natürlich die Musik. Fein abgestimmt auf das Wort, war sie Kulisse der Geschichten. Schuf Atmosphäre ... Chopin und Beethoven, Bach, Bartok und Piazzolla wurden ... von Maria Reiter und Heinrich Klug ... zurechtgebogen, neu erfunden, angepasst. Eingepasst, aber so virtuos, dass dies alles auch hätte für sich alleine dastehen können.
Süddeutsche Zeitung, Ebersberg
Mit Humor, Charme und viel Wiener Schmäh schilderte Euba seinem Publikum, was an solchen Orten der Inspiration, der stillen Einkehr, des Streitgesprächs oder des flüsternden Liebesgeständnisses so alles passieren kann. ... Doch was wäre ein Kaffeehausbesuch ohne die passende Musik? Heinrich Klug ... und Maria Reiter begleiteten Euba grandios und umrahmten die Texte perfekt.
Münchner Merkur
Eine Veranstaltung, bei der sich ausgewählte Texte und Musikstücke zu einem höchst vergnüglichen, exzellent dargebotenen Ganzen verbanden. ... Wolf Euba las die von ihm zusammengestellten Texte mit der Sicherheit des erfahrenen Sprechers und Schauspielers, daneben aber auch der spürbaren Lust an Sprachwitz. ... Heinrich Klug und Maria Reiter waren für den musikalischen Teil des Abends zuständig. Sie hatten in engem Bezug zu den Texten Stücke von Bach bis Dave Brubeck, von Chopin bis Piazzolla oder Bela Bartok ausgewählt und nahmen die Stimmung der Texte mal einfühlsam melancholisch, mal heiter oder auch mit furiosem Temperament auf.
Süddeutsche Zeitung, Dachau
Heinrich Klug und Maria Reiter sind ein eingespieltes Paar. Es ist eine Freude zuzusehen, wie sie sich die musikalischen Bälle zuwerfen, durch ihre Gestik noch unerstrichen... Zum Schluss wurde Wolf Euba zum Heurigensänger. Wirklich gekonnt.
Isar-Anzeiger
Duo Maria Reiter, Akkordeon, Heinrich Klug, Cello
Heinrich Klug, langjähriger Erster Solocellist bei den Münchner Philharmonikern, und Maria Reiter, Akkordeon, sind ein eingespieltes Paar. Es ist eine Freude zuzusehen, wie sie sich die musikalischen Bälle zuwerfen, durch ihre Gestik noch unterstreichen. Besonders schön bei den Stücken des argentinischen Altmeisters Astor Piazzolla. Isar-Anzeiger
Beschwingte Walzer- bis schwermütige Tangoklänge, virtuos vorgetragen vom langjährigen Ersten Cellisten der Münchner Philharmoniker, Heinrich Klug, und der Konzert-Akkordeonistin Maria Reiter, deren sichtliche Freude am Spiel sich sofort auf das Publikum übertrug und zu Begeisterungsstürmen und "bravo"-Rufen animierte. Südkurier
Das Zusammenspiel von Maria Reiter und Heinrich Klug war meisterhaft. Der warme Klang des Cellos fand hier mit dem einmal frischen, einmal klagenden Spiel des Akkordeons zu einer perfekten Melange. Über die Virtuosität der Musiker hinaus verzauberte ihr Charme, der auch bei schwierigen Passagen des modernen Klassik-Komponisten Rudi Spring erhalten blieb. Münchner Merkur
Wer die beiden Musiker im Zusammenspiel erlebte, begriff, dass ihre Musik nicht fürs Ohr allein bestimmt ist. Ihre Ausdruckskraft lag vor allem an der Intensität, mit der sie ihre Instrumente bearbeiteten. Es war eine Freude, dem Duo Klug/Reiter zuzusehen, wie sie den Partituren des letzten Jahrhunderts ... die ganze Bandbreite des musikalischen Ausdrucks entlockten. Süddeutsche Zeitung
Der Vortrag der beiden Musiker sprühte vor Esprit, Virtuosität und Ausdruck... In ihrer Virtuosität und Vielseitigkeit reizten Heinrich Klug und Maria Reiter die Klangvielfalt ihrer Instrumente bis an die Grenzen aus. Schwabmünchner Zeitung
Eine gewisse Einmaligkeit können Heinrich Klug und Maria Reiter für sich beanspruchen, denn die Kombination von Cello und Akkordeon dürfte - zumal in dieser virtuosen kammermusikalischen Qualität - kaum noch einmal zu finden sein. Donaukurier
Wirkungsvolle Schmankerl ... wurden wie ein Brillantfeuerwerk "gezündet" und versetzten die Besucher von Nummer zu Nummer zunehmend in Begeisterung. Dabei spürte man bei Heinrich Klug ..., der ansonsten die größten und gewichtigsten Werke spielt, die Freude, einmal auf diesem Feld seine Virtuosität ... voll ausspielen zu können. Gelegentlich explodierte er förmlich vor musikalischen Temperament. Neue Presse
Es ist spannend Heinrich Klug und Maria Reiter beim Musizieren zuzusehen, denn beide haben ständig ein Auge aufeinander, scherzen miteinander, kommunizieren prächtig. ... (Bei) Piazzollas Tangos ... tanzt das Akkordeon mit dem Cello, Maria Reiter lässt ihr Instrument brummen und schnarren, lässt es klagend singen, Heinrich Klug stimmt ein. ... Da ist die Musik tief und die Interpretation genauso. Süddeutsche Zeitung
Frech und phantasievoll interpretieren Reiter und Klug zum Beispiel den Tango "Bordell 1900" aus Astor Piazzollas Zyklus "L'Histoire du Tango", spielen Melodie und Effekte übermütig aus: Sie trommelt mit den Händen auf den Balg des Akkordeons, dass es ächzend aufstöhnt, er lässt den Bogen wild auf den Saiten des Cellos springen, dass diese regelrecht aufheulen. Natürlich verstehen sie es auch neben solch skurrilem Spuk, wunderbar Musik zu machen, die Klangkultur und Atmosphäre der kleinen Kompositionen prägnant zu vermitteln. Allgäuer Anzeigenblatt
Münchner Merkur:
Furioser Tanz auf Cello und Akkordeon
Zwei Berliner Möbelpacker wuchten einen schweren Konzertflügel in den fünften Stock eines Mietshauses. Als sie endlich oben angekommen sind, fragt der eine den anderen: „Na, wat hältste nu' von dein' Beethoven?" Diese kleine Anekdote sei der folgenden Berichterstattung über einen ganz vorzüglichen Konzertabend im „Hotel Kaiserin Elisabeth" vorangestellt, denn auch dort ging es letztlich um den Bonner Komponisten. Vor den musikalischen Genuss hatten die Veranstalter für zahlende Gäste freilich die Bewältigung von Kürbiscremesuppe, argentinischem Rumpsteak und Roter Grütze mit Vanilleeis gesetzt - absolut passend, denn der Abend hieß „Tänze und Tangos von Beethoven bis Piazolla" - und man sollte zu einer Prise Beethoven immer gleich doppelt „Argentinisches" servieren.
Dem Kunst- & Museumsverein Starnberger See war es gelungen, die Akkordeonistin Maria Reiter und den langjährigen Solo-Cellisten der Münchner Philharmoniker, Heinrich Klug, für diesen fulminanten, bis ins Detail stimmigen Auftritt zu gewinnen. Beide Musiker sind „mit allen Wassern gewaschen", beide zudem mit einigem Humor begabt und neugierig auf die Inspiration des jeweils Anderen.
Im ersten Teil war ein Piazolla-Stück aus dessen berühmtem Zyklus über das Nachtleben zu hören, und man staunte sofort, dass ein seriöser Cellist wie Klug den „schmutzigen" Lockungen des Akkordeons so lustvoll zu folgen vermochte. Danach eine Akkordeon-Etüde von Rudi Spring für die linke Hand und eine Serie russischer Tänze: Als wären beide Instrumente immer schon verbrüdert gewesen, illustrierten Reiter/Klug schon hier die Bandbreite einander ergänzender Möglichkeiten aufs Schönste - es flogen die Fetzen. Klug musste sein Haupthaar neu ordnen. Kein Zufall, dass auch das Scherzo aus einer Schostakowitsch-Cello-Sonate oder die „Chante triste" von Anton Arensky an diesem Abend zu Gehör gebracht wurden - die Komponisten der russischen Schule hatten den „Erfinder" des Tango Nuevo Astor Pia-zolla nachweislich stark beeinflusst - der bedankte sich seinerseits mit Kompositionen für den (russischen) Cellisten Mstislaw Rostropowitsch.
Ein „Tatarentanz", Eric Satie, virtuose Flageolet-Ausflüge Klugs ins Rokoko sowie zwei weitere Piazolla-Tangos beschlossen den ersten Teil. Dann kam - nach gut halbstündiger Verdauungspause - endlich das Dessert, „der Kaffeehausmusikkomponist Ludwig van Beethoven", wie Klug ironisch anmerkte: Ein kurzer, untypisch seichter Schlenker, dem fast logischerweise ein sahniges Fritz Kreisler-Gusto-Stückerl und das genüssliche Zerschnippeln eines Walzer-Motivs folgten. Dann noch ein „Allegro" von Mathias Schreiber, einziges jemals original für die Besetzung Cello/Akkordeon geschriebenes Stück und zum Schluss der Piazolla Dreisatz „Le grand tango", das laut Klug „gewichtigste Stück des Abends" - in der Tat kalorienreich.